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Heuschnupfen: Ursachen in der Diskussion

Warum immer mehr Menschen, darunter auch Kinder und Senioren, an Heuschnupfen leiden, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es gibt verschiedene Ursachen, wie beispielsweise die sogenannte Hygienehypothese oder Umweltschadstoffe, die in der Diskussion sind. Auch Stress scheint bei der Ausbildung von Allergien eine Rolle zu spielen.

Fest steht: Die Veranlagung für eine Allergie wird vererbt. Ob sich allerdings aus dieser genetischen Disposition heraus tatsächlich eine Allergie wie Heuschnupfen entwickelt, ist eine Frage des Zusammenspiels unterschiedlicher Faktoren.

Wir stellen einige dieser  möglichen Faktoren als Auslöser für Heuschnupfen vor:

Die Hygienehypothese: Heuschnupfen als Folge von zu viel Sauberkeit und mangelndem Kontakt mit Krankheitserregern?

Heuschnupfen: Ursachen in der DiskussionEs klingt seltsam, macht aber bei genauerem Überlegen durchaus Sinn: Möglicherweise ist Heuschnupfen eine Folge von einem Zuviel an Sauberkeit. Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von der „Hygienehypothese“. Diese beruht auf unterschiedlichen Untersuchungen, die belegen, dass Kinder, die ganz ohne den Kontakt zu möglichen Krankheitserregern in einer eher sterilen Umgebung aufwachsen, eine höhere Neigung zu Allergien haben, als Kinder, die unter eher natürlichen, keineswegs keimfreien Bedingungen groß werden. Das Immunsystem wird laut dieser Hypothese durch Dreck und Keime sozusagen richtig trainiert, viele Infektionskrankheiten in der Kindheit machen unser Immunsystem für später fit. So zeigte eine Studie, dass Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, seltener unter Allergien leiden, als Kinder, die in der Stadt groß geworden sind. Ein weiteres Beispiel, das für die Hygienehypothese sprechen würde: Eine Studie belegte, dass Kinder, die auf kleineren Inseln in Papua Neuguinea aufwuchsen, ein geringeres Allergie-Potential hatten, als Kinder in westlichen Industriestaaten. Die Kinder in Papua Neuguinea lebten in engem Einklang mit der Natur und der Kontakt mit Tieren ist hier selbstverständlich. Doch ist es wirklich der Dreck und die Nähe zu potentiellen Krankheitserregern oder geht es hier nicht vielmehr um die reine Luft, die in der Natur im Gegensatz zum Großstadtdschungel herrscht? Diese Frage wurde unter Wissenschaftlern immer lauter. Allerdings scheint tatsächlich der Kontakt mit Krankheitserregern bereits in der frühen Kindheit eine wichtige Rolle dafür zu spielen, ob wir später Allergien entwickeln oder nicht, wie eine neuere Studie des Robert-Koch-Instituts, die von 2003 bis 2006 durchgeführt wurde, zeigt. Verglichen wurde die Allergie-Häufigkeit von Kindern aus der Oberschicht mit der von Kindern von sozial benachteiligten Familien. Das Ergebnis ist eindeutig: 18,9 Prozent der Oberschicht-Kinder entwickeln eine Allergie – bei  Kindern aus eher sozial schwierigen Verhältnissen entwickeln nur 13,6 Prozent eine Allergie wie zum Beispiel Heuschnupfen. Die Studienleiter sehen das Ergebnis in Zusammenhang mit der Tatsache, dass Eltern der Oberschicht eher dazu tendieren, ihre Kinder möglichst vor jeglichem Kontakt mit Krankheitserregern zu schützen: Die porentiefe Reinigung aller Zimmer, antibakterielle Waschlotionen oder gar Desinfektionsmittel, steril hergestellte Babynahrung im Gläschen – all das lässt dem Immunsystem laut den Experten gar keine Chance, sich „gesund“ zu entwickeln.

Mittels dieser Hygienehypothese ließe sich übrigens auch erklären, warum im 19. Jahrhundert Allergien kaum vorhanden waren: Die Menschen lebten häufig mit Tieren unter einem Dach, Krankheitserreger, die in den Städten zum Beispiel durch Ratten verbreitet wurden, waren keine Seltenheit. Das Immunsystem war also ständig gefordert, um diese „richtigen“ Feinde abzuwehren. Heute hingegen haben wir alle Möglichkeiten, den Krankheitserregern erst gar keine Chance zu lassen. Antibakteriell gespültes Geschirr, luftdicht verpackte Nahrungsmittel, Desinfektions-Sprays – kein Wunder, dass so das Immunsystem schnell „neue Opfer“ sucht, gegen die es kämpfen kann. Und wenn es da nur so harmlose Stoffe wie Blütenpollen sind.

Umweltschadstoffe als Allergie-Auslöser

Neben dem fehlenden Kontakt zu den Krankheitserregern scheinen auch Umweltschadstoffe Allergien wie Heuschnupfen zu begünstigen.  Hier wird die kontinuierliche Schleimhautreizung als entscheidender Faktor genannt.

Zu möglichen Umweltschadstoffen, die beispielsweise Heuschnupfen auf den Plan rufen können, zählen unter anderen:

Der Zusammenhang von Schadstoffen und Allergien wurde auch wissenschaftlich untersucht. So belegt eine Studie: Menschen, die an vielbefahrenen Straßen wohnen, haben häufiger Heuschnupfen, als Menschen, die die reine Landluft atmen.

Die Psyche: Einfluss auf die Entstehung von Heuschnupfen?

Was viele nicht wissen: Auch psychologische Faktoren spielen bei Heuschnupfen und anderen Allergien eine Rolle. Besteht bereits die genetische Disposition für eine Allergie, dann können beruflicher oder privater Stress, Ängste oder das Gefühl der Überforderung dazu führen, dass die Allergie ausbricht bzw. dass die Symptome verstärkt werden.

Weitere Faktoren in der Diskussion

Die Forschung und mit ihr die Diskussion um die Ursachen von Heuschnupfen ist in vollem Gange. Die genetische Veranlagung steht als ursächlicher Faktor zum Beispiel für Heuschnupfen bereits fest, andere Faktoren, wie beispielsweise zu kurzes oder kein Stillen oder auch Impfungen sind noch nicht abschließend geklärt. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Wissenschaft hier in den nächsten Jahren liefern wird.