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Heuschnupfen Wissen




Die Diagnose von Heuschnupfen

Sollten Sie Heuschnupfen Symptome bei sich beobachtet haben, ist es sinnvoll, die genaue Diagnose „Heuschnupfen“ vom Arzt stellen zu lassen. Denn handelt es sich tatsächlich um Heuschnupfen, ist eine gezielte Heuschnupfen Therapie mit einem geeigneten Heuschnupfenmittel unerlässlich, um nicht nur die Lebensqualität zu verbessern, sondern auch der Entwicklung von allergischem Asthma vorzubeugen.

Bei der Diagnosestellung geht es zunächst grundsätzlich darum, herauszufinden, ob wirklich Pollen und nicht zum Beispiel Hausstaubmilben oder auch Tierhaare für die Beschwerden verantwortlich sind. Sollte das geklärt sein und die Diagnose Heuschnupfen lauten, dann ist es ebenso wichtig, herauszufinden, welche Pollen es sind, die im vorliegenden Fall die Beschwerden auslösen. Also Birke oder Hasel, Gräser oder Roggen, Ambrosia oder Gänsefuß? Dieses Wissen ist für den Pollenallergiker essentiell wichtig, um den Alltag mit Heuschnupfen möglichst gut meistern zu können.

Den Arzt gut informieren: Das Allergietagebuch bei Heuschnupfen als Basis

Sie hegen den Verdacht, es könnte Heuschnupfen sein? Sie sind sich aber nicht sicher – eventuell steckt doch eine Erkältung hinter den Beschwerden? Der Selbsttest bringt Sie auf die richtige Spur. Ebenfalls eine gute Hilfestellung, wenn es um die Diagnosefindung geht: Ein Allergietagebuch. Hier können Sie Tag für Tag notieren, welche Beschwerden aufgetreten sind, wie ausgeprägt die Beschwerden waren und welches Wetter vorlag. Für den Arzt ist dieser tägliche Eintrag ein wichtiges Indiz dafür, ob Heuschnupfen vorliegt oder nicht. Das Allergietagebuch kann übrigens auch im weiteren Verlauf der Behandlung durch den Pollenallergiker genutzt werden, um zu kontrollieren, ob das angewendete Heuschnupfenmittel Erfolg zeigt oder nicht.

Hier finden Sie das Allergietagebuch zum Download.

Dem Heuschnupfen auf der Spur: das Gespräch mit dem Arzt

Ausgerüstet mit den täglich geführten Notizen über Ihre Beschwerden in Ihrem persönlichen Allergietagebuch sollten Sie möglichst zeitnah einen Arzt (Allgemeinarzt, Dermatologen, Allergologen) aufsuchen. Dieser wird Ihrem Allergietagebuch bereits wichtige Informationen entnehmen können. Darüber hinaus sollten Sie ihm in einem Gespräch möglichst genaue Details über ihre Beschwerden und die Krankengeschichte mitteilen.

Diese Fragen werden den Arzt bei Verdacht auf Heuschnupfen besonders interessieren:

Der Pricktest: Hauttest als Basis für die Diagnose Heuschnupfen

Die Diagnose von Heuschnupfen Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie vom Soforttyp, das heißt, die Reaktion tritt bereits innerhalb von Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen auf. Bei dieser Art einer Allergie gilt der sogenannte Pricktest als Allergietest der ersten Wahl.

Beim Pricktest werden verschiedene Lösungen von Allergenen auf die Haut aufgetragen. Die Lösungen werden in vorher mit dem Stift markierte, nummerierte Felder aufgetragen, so dass eine eindeutige Zuordnung möglich ist.

Anschließend  wird die Haut mit einer speziellen Lanzette leicht eingeritzt und so die Allergen-Lösungen in die Haut eingebracht.  Nach maximal 20 Minuten ist das Ergebnis sichtbar: An welcher Stelle zeigt sich die Rötung? Wo bilden sich Quaddeln und wo juckt es besonders stark? So ist der Verursacher des Heuschnupfens schnell ausfindig gemacht. Die Reaktion an den Hautstellen, auf die sogenannte Vergleichslösungen (einerseits mit Histamin, andererseits mit Kochsalzlösung) aufgetragen wurden, dienen hier zum direkten Vergleich und zur Beurteilung des Ausmaßes der allergischen Reaktion.

Weitere Hauttests wie der Intrakutantest, bei dem die Allergenlösung mittels einer Kanüle in die Haut gespritzt wird, werden in der Regel erst dann durchgeführt, wenn der Pricktest beispielsweise kein eindeutiges Ergebnis gebracht hat. Der Grund: Das Risiko für Komplikationen ist bei einem Intrakutantest erhöht.

Andere Hauttests wie der Scratchtest, der Reibtest oder auch der Epikutantest kommen in der Regel bei Verdacht auf Heuschnupfen eher selten oder gar nicht zum Einsatz. So gilt der Reibtest beispielsweise als Allergietest der Wahl bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie, der Epikutantest wird primär als Beweismittel einer Kontaktallergie angewendet.

Grundsätzlich gilt bei jeder Art von Hauttest: Die Haut sollte sauber  und vorab nicht mit Cremes, Salben oder Kosmetika behandelt worden sein. Wichtig ist auch, dass Sie dem Arzt vor dem Test mitteilen, ob und wenn ja welche  Medikamente Sie eingenommen haben, da diese das Ergebnis verfälschen können. Insbesondere Heuschnupfenmittel sollten vor einem Test abgesetzt werden, damit das Ergebnis aussagekräftig ist. Fragen Sie im Zweifelsfall bei einem geplanten Hauttest Ihren behandelnden Arzt.

Laboruntersuchung als weitere Option

Ein weiterer möglicher Allergietest bei Verdacht auf Heuschnupfen ist ein Labortest, bei dem das Blut auf sogenannte IgE-Antikörper untersucht wird. Eine hohe Konzentration an IgE-Antikörpern im Blutserum ist ein wichtiges Indiz dafür, dass bereits eine Sensibilisierung des Immunsystems auf die Allergene stattgefunden hat. In der Regel genügt ein solcher Bluttest allerdings alleine nicht aus, um eine Allergie wie Heuschnupfen zu diagnostizieren. Denn der erhöhte IgE-Wert hat an sich noch keine Aussagekraft darüber, ob nur eine latente Überempfindlichkeit vorliegt oder ob die Symptome tatsächlich zum Ausbruch kommen. Allerdings kann ein Bluttest als Absicherung für einen zuvor durchgeführten Hauttest dienen. Gerade auch bei Kindern, denen ein Hauttest häufig Angst einflößt, kann die Blutabnahme als mögliche Alternative zur Absicherung der Diagnose Heuschnupfen angewendet werden. Fragen Sie dazu Ihren behandelnden Arzt.

Der Provokationstest als Möglichkeit der Diagnosefindung bei Heuschnupfen

Der nasale Provokationstest wird zur Diagnose-Findung genutzt, wenn ein Allergietest wie der Pricktest oder die Blutuntersuchung keine eindeutigen Ergebnisse gebracht haben.  Bei diesem Test werden die verdächtigen Allergene in verdünnter Form in der Regel direkt dort aufgebracht, wo sie typischerweise eine allergische Reaktion hervorrufen: in der Nase (als Lösung bzw. zum Einatmen als Spray). Fällt dieser Test positiv aus, sind Schleimhautschwellungen und typische Heuschnupfen Symptome wie Juckreiz, eine laufende oder verstopfte  Nase und Niesattacken zu beobachten. Auch die Augen können tränen oder der Rachen kann jucken. Die Beobachtungszeit des Provokationstests liegt etwa bei 30 Minuten.

Achtung! Der Provokationstest birgt auch Risiken. Die ausgelösten Symptome können durch die direkte Auftragung des Allergens sehr stark ausfallen. Insofern ist die ärztliche Überwachung unerlässlich. Sollten Sie akut beispielsweise unter einer Sinusitis leiden, ist von der Durchführung eines Provokationstests abzusehen.

Diagnose Heuschnupfen: Der Allergiepass für Pollenallergiker?

Der Allergiepass, auf dem genau notiert wird, auf welche Stoffe man allergisch reagiert, wird in der Regel primär dann ausgestellt, wenn es sich um eine Allergie handelt, bei der ein anaphylaktischer Schock droht bzw. die grundsätzlich lebensbedrohlich sein kann. In der Regel handelt es sich hier um eine Nahrungsmittel- oder eine Insektengiftallergie. Den Allergiepass sollte man dann immer bei sich tragen  und auch auf Reisen im Gepäck haben.  Denn so kann im Falle eines Falles die medizinische Behandlung schnell und gezielt erfolgen. Bei einer Allergie wie Heuschnupfen ist die Ausstellung eines Allergiepasses nicht unbedingt notwendig. Sie können Ihren Arzt aber jederzeit danach fragen, um hier schwarz auf weiß die für Sie relevanten Pollen notieren zu können.