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FAQs rund um Heuschnupfen: Die 10 häufigsten Fragen und Antworten

FAQs rund um Heuschnupfen: Die 10 häufigsten Fragen und Antworten

1. Ist Heuschnupfen eine häufige Allergie?

Durchaus! Man geht heute davon aus, dass etwa 13 Millionen Menschen hierzulande unter einer Pollenallergie leiden. Die Tendenz ist steigend. Hier scheinen unterschiedliche Ursachen wie Umweltschadstoffe, eine zu kurze Stillzeit und auch übertriebene Hygienemaßnahmen in der Kindheit eine Rolle zu spielen.

2. Sind auch Kinder von Heuschnupfen betroffen?

Leider ja. Und es werden immer mehr. Schätzungen zufolge sind es in Deutschland etwa 1 Millionen Kinder, die Heuschnupfen haben. In der Regel setzt der Heuschnupfen etwa ab einem Alter von 10 Jahren ein, aber es gibt heute auch Säuglinge, die bereits unter einer Pollenallergie leiden.

3. Kann der Heuschnupfen sich auch erst im Erwachsenenalter manifestieren?

Das ist möglich. Zwar ist es häufiger, dass man bereits im Kindesalter auf die Pollen allergisch reagiert, aber es gibt auch Menschen, denen Pollen zunächst nichts anhaben konnten, und die dann erst später – teilweise auch mit über 50 – erstmalig an den Symptomen einer Pollenallergie leiden.

4. Inwiefern kann übertriebene Hygiene zur Entstehung von Heuschnupfen beitragen?

Tatsächlich diskutieren Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen mangelndem Kontakt zu möglichen Krankheitserregern und übertriebenen Hygienemaßnahmen in Kindheitstagen und der Entstehung von Allergien wie Heuschnupfen. Denn auf diese Weise wird das Immunsystem nicht ausreichend trainiert – es „langweilt sich“ geradezu, wenn wir in einer antibakteriell und klinisch reinen Umgebung groß werden, wie das heute in vielen modernen Haushalten, insbesondere der Oberschicht, der Fall ist. Wenn es dann so harmlose Stoffe wie Pollen sind, auf die das Immunsystem trifft, kann es da schon einmal zu einer Fehlreaktion kommen. Diese These – die noch immer diskutiert wird – bezeichnet man auch als „Hygienehypothese“.

5. Ist Heuschnupfen ein Phänomen unserer Zeit?

In der Tat beobachten Wissenschaftler, dass die Zahl der Pollenallergiker stetig steigt. Im 19. Jahrhundert kannte man so etwas wie Allergien kaum. Kein Wunder – der Stall grenzte direkt ans Wohnzimmer, das Fleisch kam nicht abgepackt auf den Tisch und auch die Ratten trieben in den Städten ihr Unwesen. Das Immunsystem war hier ständig gefordert und musste sozusagen richtig funktionieren, um all diesen potentiellen Krankheitserregern überhaupt Stand halten zu können. Heute sind derartige und vor allem tägliche Konfrontationen für das Immunsystem eher die Ausnahme als die Regel und das Immunsystem reagiert fälschlicherweise auf neue, vermeintliche Feinde wie harmlose Blütenpollen. Hinzu kommen Einflüsse wie Umweltschadstoffe oder die frühe Gabe von Antibiotika, die möglicherweise für die hohe Zahl an Allergikern der heutigen Zeit verantwortlich sind. Auch Stress spielt bei Allergien eine wichtige Rolle.

6. Kann man durch Stillen der Entstehung von Heuschnupfen vorbeugen?

Diese Frage ist nicht ohne weiteres mit „Ja“ zu beantworten. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass eine Stillzeit von 4-6 Monaten und eine in dieser Stillzeit allergenarme Ernährung der Mutter (Verzicht auf Fisch, Eier, Nüsse und Soja) eine Möglichkeit darstellen, um das Kind vor der Entwicklung einer Neurodermitis oder auch einer Nahrungsmittelallergie zu schützen bzw. zumindest das Risiko dafür zu senken. Die ausreichend lange Stillzeit von mindestens vier Monaten wird im Allgemeinen für die gesunde Entwicklung des Kindes immer häufiger hervorgehoben.

7. Tritt Heuschnupfen nur in Frühjahr und Sommer auf?

Das ist ein Irrglaube, der weit verbreitet ist. Richtig ist, dass die Hochsaison für Pollen von April bis August ist. Doch auch im Januar und Februar bis in den Oktober hinein treiben die Pollen ihr Unwesen. So gibt es Frühblüher wie Erle oder Haselnuss, die im Januar und Februar bereits blühen – das Kraut Ambrosia ist laut Pollenflugkalender bis in den Herbst hinein überaus aktiv. Insofern gilt: Die Heuschnupfen Saison ist länger, als viele vielleicht glauben.

8. Kann man selbst etwas tun, um die Diagnosestellung beim Arzt zu unterstützen?

Um die Diagnose Allergie zu stellen, benötigt der Arzt von Ihnen vor der Durchführung verschiedener Allergietests möglichst detaillierte Informationen über ihre Beschwerden, deren Intensität und wann diese besonders aufgetreten sind. Hilfreich ist hier ein täglich ausgefülltes Allergietagebuch, das Sie dem Arzt bei Ihrem Besuch vorlegen können. So hat er einen ersten Anhaltspunkt und kann sich daran orientieren.

9. Hat Heuschnupfen etwas mit Nahrungsmittelallergien zu tun?

Es gibt hier einen engen Zusammenhang. Denn viele Heuschnupfen Allergiker entwickeln im Laufe der Zeit auch eine Allergie gegenüber bestimmte Nahrungsmittel, die  in ihrer Struktur  der der Pollen gleicht. Man spricht auch von einer Kreuzallergie. Ist man allergisch auf die Hasel, kann auch der Verzehr von Haselnüssen zu Problem führen. Macht einem im Frühjahr die Birke zu schaffen, besteht die Gefahr, dass auch der Genuss von Kernobst wie Äpfeln, Kirschen oder Pflaumen eine allergische Reaktion nach sich zieht.

10. Warum ist es so wichtig, Heuschnupfen zu behandeln?

Es ist wichtig, die Pollenallergie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn es geht hier nicht nur um die Einschränkung der Lebensqualität durch Symptome wie juckende Augen, eine tropfende Nase und Niesattacken, sondern es besteht die Gefahr, dass sich der Heuschnupfen auch auf die tieferen Atemwege ausdehnt. So sind entzündete Bronchien bei Allergikern keine Seltenheit. Bei etwa jedem dritten Pollenallergiker entwickelt sich ein Asthma bronchiale. Daher gilt:  Heuschnupfen frühzeitig und gezielt behandeln! 

11. Stimmt es, dass Medikamente bei Heuschnupfen immer müde machen?

Das muss nicht sein! Durchaus wird im Zusammenhang mit chemisch-synthetischen Antihistaminika der ersten Generation immer wieder über Nebenwirkungen wie Müdigkeit berichtet – für viele Pollenallergiker ist das dann nicht gerade eine Erleichterung für den Alltag, auch wenn  chemische Antiallergika ansonsten durchaus wirksam sind. Hier können natürliche Heuschnupfenmittel beispielsweise auf Basis der Adhatoda-Pflanze zum Einsatz kommen, die zuverlässig wirken und gleichzeitig gut verträglich sind.

12. Gibt es natürliche Heuschnupfenmittel, die die Symptome lindern und dabei gut verträglich sind?

Durchaus gilt: Es muss bei Heuschnupfen nicht immer Chemie sein! So zeichnet sich die in der ayurvedischen Heilkunde bekannte Heilpflanze Indisches Lungenkraut (Adhatoda vasica) durch antientzündliche und antiallergische Eigenschaften aus.

13. Kann ich neben der Anwendung von Heuschnupfenmitteln selbst noch etwas tun, um die Symptome bei Heuschnupfen in den Griff zu bekommen?

Pollenallergiker sollten grundsätzlich versuchen, den Kontakt mit den Pollen so gut es geht zu meiden. Das heißt vor allem, den Pollenflugkalender und die aktuelle Pollenflugvorhersage als Orientierung zu nutzen. Weitere Alltagstipps  wie Haarewaschen am Abend, kein Sport bei windigem und warmen Wetter oder Urlaub in pollenarmen Regionen wie dem Hochgebirge können dann helfen, den Alltag mit dem Heuschnupfen besser in den Griff zu bekommen.

Die besten Tipps für den Alltag mit Heuschnupfen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

14. Kann man Heuschnupfen heilen?

Eine Allergie ist in der Regel nicht heilbar. Es gibt allerdings mit der sogenannten Hyposensibilisierung einen Ansatz, mit dem das Immunsystem langsam an das allergieauslösende Allergen gewöhnt werden kann und die allergische Reaktion sozusagen abtrainiert werden soll. Dabei wird das Allergen in steigender Dosierung in wöchentlichen Abständen gespritzt (oder auch als Tablette eingenommen). Das Problem: Die Prozedur dauert 3-5 Jahre und wird in der Regel nicht als angenehm empfunden. Eine 100 prozentige Garantie, dass das Immunsystem seine allergische Reaktion nach der Zeit der Behandlung komplett ablegt, gibt es nicht.